Berichte


Exklusivbericht für die Mitglieder des Durst-Benning-Fanforums
Was bisher geschah :-)

Mein Name ist Christian Mayer, ich bin 30 Jahre alt und wohne in Neckartailfingen, in der Nähe von Stuttgart. Hauptberuflich bin ich Ingenieur.
Mein Spezialgebiet sind Langstreckenradrennen von mehreren hundert Kilometern bis hin zum härtesten Radrennen der Welt, dem "Race Across AMerica" (RAAM) mit 5.000 km in 12 Tagen. Das RAAM werden meine gigantische Crew und ich, 2012 in Angriff nehmen. Angefangen mit dem Radsport habe ich 1993, als ich mein erstes MTB bekam. 1997 hat es mich nach einer Rennrad-Probefahrt auf die Straße verschlagen. Im gleichen Jahr habe ich mein erstes Rennrad gekauft. Über Lizenzrennen bei den Junioren und in der U23-Klasse bin ich zu den Jedermännern und dann zu den Radmarathonfahrern gewechselt. Seit 2007 bin ich Randonneur (Radwanderer), und habe Paris-Brest-Paris (1230 Kilometer) dieses Jahr zum zweiten Mal erfolgreich beendet. Seit 2008 steht das RAAM als Ziel fest. Das RAAM ist "das Rennen" für Langstreckenfahrer wie mich.

Geboren wurde das Projekt schon im Jahr 2008, und zwar bei einem meiner Besuche in Unterwössen, wo Jörg Beyreuther, ein versierter Langstreckenfahrer, zuhause ist.
Da Klaus Hartlieb, und ich immer die Leib-Eskorte von Jörg waren, wurde ich zum RAAM Fahrer auserkoren :-) Warum eigentlich nicht, das sollte doch machbar sein!, sagte ich mir forsch. Ab da wurde das Training langsam aber sicher forciert.

Als Qualifikationsort für das RAAM wurde Wangen an der Aare gewählt, weil es der Qualifikationsort ist, der uns am nächsten war. Also habe ich die Strecke von 720 km im Jahr 2009 gleich einmal unter die Räder genommen, um sie kennen zu lernen. Ich werde nie vergessen, wie ich in Affoltern im Hotel die Küche leer gefuttert habe, und dann fix und fertig ins Bett geplumpst bin. Nach der Besichtigung, bei der ich alle Kontrollstellen fotografiert habe, ging es wieder nach Hause. Vor der Qualifikation bin ich dann leider krank geworden – so schnell können aus Träumen Schäume werden ... Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben, und ein Jahr später war es dann soweit: 2010 ging ich motiviert bis unter in die Haarspitzen in die große Hitzeschlacht. Die Konkurrenten sind gestorben wie die Fliegen, weil es mit ca. 35°C sehr heiß war. Ich habe auch gelitten, aber die Qualifikation dank der Hilfe von meinem Vater und Jörg Beyreuther erfolgreich gemeistert. Hiermit hatte ich bewiesen, dass ich es "in mir habe". Danach ging es auf Trainersuche. Mit Andreas habe ich einen netten Trainer gefunden, der immer ein offenes Ohr hat :-) Ab da bin ich praktisch ein Halbprofi geworden, Training nach Plan, bei Wind und Wetter :-( Aber mit dem großen Ziel vor Augen ist jede Qual erträglich, ja, die vielen Touren sind einfach nur wunderschön, weil jeder Kilometer in den Beinen das Überleben beim RAAM 2012 wahrscheinlicher macht.

2010 ging auch UNSERE Website online www.Christian-Mayer.net, die dank Salome im Jahr 2011 ein neues Gesicht bekommen hat :-)

Anfang des Jahres 2011 lernte ich die Schriftstellerin Petra Durst-Benning kennen, die an einem Roman über Langstreckenfahrer vergangener Zeiten schrieb – wow! Was für ein spannendes Thema. Wir verstanden uns auf Anhieb super und stellten schnell fest: Soooo viel hat sich gar nicht verändert seit der Anfangszeit des Radsports. Es begann eine sehr schöne und fruchtbare Zusammenarbeit und ich gehöre zu den Glücklichen, die schon jetzt einen Blick in Petras neues Buch werfen durften ,-))) Ich kann übrigens schweigen wie ein Grab :-))) Beeindruckend fand ich, dass ich mich in Petras Buch oft selbst auf dem Rad sitzend wiedergefunden habe :-)))

2011 begann auch die Zusammenarbeit mit meinem Mentaltrainer Thomas Stolle, der meinen Kopf noch willensstärker machen wird.

Zudem stand dieses Jahr unsere Wüstenerprobung auf dem Plan. Hier waren Jörg Beyreuther, Markus Ernst und ich in den USA, um uns den RAAM Start 2011 und die Wüste etwas näher anzusehen. Dieser Trip war nicht gerade günstig, aber hat sehr viel gebracht, wir haben das Team Buchholz kennen gelernt, aus dem uns jetzt zwei sehr erfahrene RAAM-Veteranen unterstützen :-) Also vor der Wüste habe ich jetzt Respekt, aber keine Angst !!! Wir kennen jetzt die Örtlichkeiten in Oceanside dem RAAM-Startort, und alle wichtigen RAAM-Organisatoren, wir wissen was uns in 2012 erwartet, mit diesem Gedanken im Kopf, werde wir im nächsten Jahr bedeutend entspannter in die USA fliegen :-)

Ach ja, im Sommer dieses Jahres stand auch wieder Paris-Brest-Paris auf dem Plan. 1230 Kilometer mit 10.000 Höhenmetern in unter 90 Stunden. 2007 habe ich noch 87Stunden und 22Minuten gebraucht (ohne Begleitung). Im Jahr 2011 bin ich mit meinem Vater, und Klaus Hartlieb zusammen in die kleine Schlacht gegen die Uhr gezogen. Nach 57 Stunden waren wir im Ziel, und um viele Erkenntnisse reicher :-)

Jeder, der glaubt, dass die Vorbereitung auf das RAAM, nur aus popligem Kilometerfressen auf dem Rad besteht, der hat mindestens 50% der restlichen Arbeit vergessen. Die Organisation ist seeeeeeeeeeehr zeitfressend. Man muss ein Team zusammenstellen, das mich ins Ziel bringt. Es müssen Teammeetings organisiert werden. Flüge gebucht werden (wer fliegt wann, von wo), Mietautos beschafft werden. Man muss sich über die Renntaktik, und über die Verpflegung Gedanken machen. Es müssen auch Hunderte anderer Punkte bedacht, und Lösungen für diese Punkte ausgearbeitet werden.

Aber wir sind auf einem sehr guten Weg. Das Team steht, der Fuhrpark ist gebucht, die Flüge zu 75% gebucht, die Übernachtungen vor dem Start gebucht, die Räder sind fast fertig. Bei den Flugbuchungen und den Fahrzeugen hat uns übrigens Mario Kersting wieder richtig hervorragend geholfen. Ja, ich habe dank Electrolyte zwei hammergeniale Maßrahmen bekommen. Die Beleuchtung ist fix, dank SUPERNOVA. Ich habe eine hervorragende Leistungsmesskurbel dank power2max, mit der ich wie ein Profi nach der einzig waren Methode trainiere, nämlich nach Leistungswerten und nicht nach Puls. Ich habe eine Leistungsmessnabe von Cycleops, mit der ich auch schon Tausende von Kilometern abgespult habe.

Und was mich am meisten freut, ich habe viiiiile nette Personen kennen gelernt, die ich ohne dieses Projekt niiiiiiiie kennen gelernt hätte :-)))

Ich habe auch lernen müssen, ein neues Leben zu leben. Früher hat es bei mir zu Hause nie einen Klamotten-Haufen in der Wohnung gegeben, weil der direkt in den Schrank geräumt wurde. Heute habe ich dafür keine Zeit mehr. Auch andere früher "normale" Tätigkeiten müssen jetzt priorisiert werden, weil nach der Arbeit 3 Stunden Training auf dem Plan stehen. Aber man ist ja lernfähig :-)

Dies alles (Training, organisatorische Vorbereitung) bezeichne ich als den Vorhof zur Hölle. Am 13.06.2012 werde ich mit der Unterstützung eines GIGANTISCHEN Teams, und mit vielen Freunden und Bekannten zu Hause als Daumendrücker, in die Hölle namens RAAM einfahren. Aber Teufel, Du wirst uns nicht kriegen, weil wir dir immer eine Radlänge voraus sein werden. Wir werden hervorragend vorbereitet in den Kampf ziehen, motiviert bis in die Haarspitzen.

Das RAAM wird im Kopf verloren oder gewonnen, weil nach ein paar Tagen der Körper am Limit ist, und er Kopf den Körper am Laufen halten muss. Das wird DIE Erfahrung in UNSEREM Leben, das wird ALLES jemals da gewesene in den Schatten stellen, aber das ist es wert, sich dafür so richtig den Arsch auf zu reißen. Und wir dürfen im Zeitraffer die USA kennen lernen, das kann auch nicht jeder von sich behaupten schon einmal gemacht zu haben. Das RAAM haben übrigens bis jetzt ca. 300 Personen als Einzelfahrer im Zeitlimit geschafft, und auf dem Mt. Everest waren schon über 4000 Menschen. Bei der Tour de France werden ca. 3500 Kilometer in ca. 21 Tagen plus 2 Ruhetage gefahren. Das RAAM geht über 4900 Kilometer in maximal 12 Tagen !!!

Ich freue mich schon auf den Yachthafen in Annapolis, wo wir ein unvergessliches Teamfoto unter dem Zielbogen machen werden, auf das leckere Team-Essen in der Open-Air-Bar im Marriott, und das schöne Himmelbett, in das ich spätestens am 25.06. fallen werde.

RAAM - wir werden kommen, gut zu Dir sein, und Du bist hoffentlich auch gut zu uns, dann wird das eine super Nummer für alle. Wir werden dir mit erhobenem Haupt entgegentreten, und alles nur Menschenmögliche tun um in Annapolis anzukommen.

Natürlich gilt auch ein ganz herzliches Dankeschön an alle Sponsoren, Teammitglieder und fleißigen Helferlein im Hintergrund. Ganz besonders möchte ich mich hier bei meinen Eltern bedanken, die mir immer zur Seite stehen, wenn hier wieder mal die Hütte brennt, DANKE !!!

So, nun hoffe ich, dass ich euch Lust gemacht habe, mich bei meinem großen Abenteuer fortan zu begleiten. Ihr müsst nur wöchentlich meine Homepage ansteuern und schon findet ihr die aktuellsten News.

Nicht jeder ist in der Lage, "das große Abenteuer seines Lebens" auch wirklich auszuleben. Aber Träume hat jeder, oder? Für alle Träumer und Spinner, für alle Glücklichen und Unglücklichen, für die Mutigen und die Mutlosen – versuche ich stellvertretend das Unmögliche möglich zu machen.

Euer Christian.



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2010-08-08
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